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Fabrikstr. 41, 23568 Lübeck


Ein besonderer Tag auf der Ostsee soll jungen Patientinnen und Patienten dabei helfen, schwere Zeiten zu vergessen und neue Energie zu tanken. Unter dem Motto „Kuttern gegen den Krebs“ hat der gemeinnützige Lübecker Verein Die Glücksfischer e.V. zusammen mit dem Eisenbahner Hochsee-Sportfischer-Verein e.V. (EHSFV) aus Lübeck-Travemünde ein neues Projekt ins Leben gerufen. Das Angebot richtet sich an an Krebs erkrankte Kinder und bietet ihnen im Rahmen der körperlichen und seelischen Nachsorge ein perfekt angepasstes Meereserlebnis. Kooperierend ist das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) mit den jungen Krebspatienten dazu gekommen.

Am 12. September 2026 war es so weit: Die erste Fahrt startete in Travemünde. Alle angemeldeten Kinder waren vollzählig erschienen. Nach einer gemeinsamen Stärkung mit Putenbraten und Kassler ging es für sechs Stunden auf das Vereinsboot „Prof. Oeftering“ hinaus auf die Ostsee.

Der Ausflug wurde ein voller Erfolg: Neben bester Stimmung freuten sich die Teilnehmer über zahlreiche gefangene Plattfische wie Schollen, Flundern und Klieschen. Die gesamten Kosten für den Ausflug übernahm der Verein Die Glücksfischer e.V.


Wie wichtig solche Auszeiten für die Genesung sind, betont Dr. Martin Demmert, Oberarzt und stellvertretender Leiter der Kinderkrebsklinik am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein: „Die körperliche Erschöpfung und die seelische Ermüdung der Patienten einer Krebsbehandlung verlangen positive Nachsorge-Erlebnisse zur Herstellung des Wohlbefindens.“ „Das Boot bietet dafür ideale Bedingungen“, so der Mediziner weiter: „Das Glücksfischer-Kutterprogramm kommt dem Bewegungsdrang der Kinder schon durch die Wellenbewegungen des Schiffes entgegen. Beim Angeln können die Kinder Pausen einlegen, sich hinsetzen und neue Kraft schöpfen. Und der Fang eines Fisches oder sogar mehrerer Fische wird das Selbstbewusstsein erheblich steigern.“

Dass dieses Konzept aufgeht, zeigen die begeisterten Reaktionen der Familien nach der Premierentour. „Vielen Dank für das, was ihr da heute für die Kids getan habt. Das war ganz großes Kino“, schrieben etwa die Eltern des Teilnehmers Milan, der nun sogar den Fischereischein machen möchte. Auch andere Eltern zeigten sich tief berührt über die positive Wirkung des Tages: „Leon war begeistert und kam sehr ausgeglichen nach Hause. Der Austausch unter den Kindern und die wohltuende See hat ihm viel Kraft gegeben.“

​Mit dem gelungenen Auftakt haben die Vereine bewiesen, wie viel eine kleine Auszeit auf dem Wasser bewirken kann – und dass weitere Fahrten für die jungen Patientinnen und Patienten ein echter Lichtblick sein werden.

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